Als Webseitenbetreiber immer die Besucher im Blickfeld haben

Als neugebackener Webmaster ist man natürlich voller Elan und man strotzt nur so vor Energie. Am liebsten möchte man tausend Dinge gleichzeitig tun. Doch besser ist es, zuerst ein bißchen innezuhalten und dann gezielt vorgehen. Das Wichtigste hierbei: Immer den Besucher sich vor Augen halten.

Natürlich möchte man dass sich der Besucher auf der Webseite wohlfühlt. Natürlich möchte man dass der Besucher genau das bekommt was er gesucht hat. Und natürlich möchte man dass dieser auch wiederkommt und vielleicht auch anderen von der Webseite erzählt.

Also muss man dann als Webmaster dafür sorgen dass er auch entsprechend bedient wird. Für uns Webmaster heißt es dann zu überlegen, Material suchen, zu recherchieren, zu kombinieren, zu formulieren, niederschreiben und gestalten. Ist also zum Teil mit echter Arbeit verbunden.

Wenn man etwas veröffentlicht, bzw. veröffentlichen will,  sollte man sich in einen Besucher unserer Webseite hineinfühlen. Man sollte seine eigene Webseite als sein eigener Besucher betrachten, soweit möglich neutral.


Welchen Eindruck hinterlässt die Seite optisch ?
(unabhängig wie einfach oder kompliziert sie gestaltet ist)

Die Informationen die Angeboten werden, wie genau sind diese ?
Wie Unterhaltsam ?
Wie informativ ?
Kann der Besucher damit was anfangen ?
Ist es Stoff der schon tausendfach zu finden ist ? Also Massenware ?

Selbst wenn es der Fall ist, kann es sein dass genau unsere Art etwas auszudrücken einem Besucher etwas verständlich macht. Dass er es genau durch unsere Art erst richtig begreift.

Informationen sollten also genau sein, wenn sie nicht genau sind, sondern nur eine persönliche Einschätzung, dann sollte man es dem Besucher auch klarmachen. Eine Meinung sollte man nicht als Behauptung hinstellen. Konkret gesagt, wenn wir etwas denken dass es sein könnte, dass dürfen wir es nicht so vermitteln dass es so ist. Nur weil wir uns selbst für wichtig halten. Denn das rächt sich. Man sollte den Besucher nicht entmündigen oder ihm das Gefühl vermitteln, dass er sich gerade auf einer göttlichen Webseite befindet und er gefälligst eine entsprechende Haltung einnehmen soll, denn es ist „heiliger Boden“ auf dem er sich gerade befindet.
Guter angenehmer Gastgeber sein

Wenn man jemanden etwas erklärt dann sollte auch das Ziel sein das der Besucher etwas versteht, etwas kapiert was lernt was er bisher nicht gekonnt hat und der „Ton“  sollte dem Besucher nicht den Eindruck vermitteln dass man zu einen Oberlehrer gekommen ist (zu einem Klugsch…) sondern zu einen Webmaster der sehr wohl weiß dass jeder klein Anfängt und gute Anleitungen braucht um etwas zu lernen oder das vorhandenen wissen zu erweitern. Ein guter Webmaster wird also ein guter „Gastgeber“ sein und dem „Gast“ das Gefühl vermitteln dass er willkommen ist und dass man die Informationen auch gerne gibt.

Die „Gäste“ nicht durch persönlichen Ehrgeiz vergraulen

Übertriebene Werbung kann den Eindruck vermitteln dass man den Besucher nur deswegen braucht um Geld zu verdienen, ansonsten kann er ja da bleiben wo der Pfeffer wächst. Man kann zwar mit Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung  vielleicht erreichen dass man bei den Suchmaschinen vorne gelistet wird, ob aber die Besucher dann kommen und vor allem auch bleiben, das ist fraglich. Vor allem dann wenn ersichtlich ist dass er als Besucher nur Mittel zum Zweck ist. Man ist also vielleicht wirklich überall auf den ersten Plätzen, aber die „Gäste“ bleiben aus.

Es besteht also durchaus die reelle Möglichkeit dass sie mit ihrem Übereifer die Besucher vergraulen. Seine eigenen Abitionen müssen in den Hintergrund treten. Wenn sie Besucher zufriedenstellen möchten. Auf Inhalte achten – Aktualität und Vielfalt wecken Interesse

Fügen sie regelmäßig Inhalte hinzu. Webseiten die den Eindruck erwecken dass alle hundert Jahre etwas gemacht wird, kriegen auch nur alle hundert Jahre Besuch…. Vermeiden sie den Eindruck zu vermitteln dass sich bei ihrer Seite um einen einsamen, verlassenen Ort handelt, dessen einziger Besucher der Wind ist.


Artikel können schon veraltet sein. Nichts ist älter als die Zeitung von Gestern. Kümmern sie sich um ihren Inhalt. Suchen sie nach neuen Möglichkeiten, nach neuem Stoff, nach neuen Themen. Lassen sie sich durch Landschaften, Gespräche, Lesen, Nachrichten oder sonstwas inspirieren. Oft sind Kommentare bei vielen Artikeln interessanter als der Artikel selbst. Oder mindestens genauso interessant. Bei mir selbst habe ich die Beobachtung immer wieder gemacht, dass Leserbriefe zu meinem wichtigsten Rubriken gehören. Menschen haben sehr oft interessante Gedanken, lassen eine Idee in einem ganz neuem Licht erscheinen. Der eigene Horizont wird dadurch auch erweitert.

Vermeiden sie Gedröhn und „Blink-Blink“

Auch wenn Intros, sei es Hintergrundmusik oder Flash, bei manchen Webmastern beliebt sind, so sind sie die besten Vertreiber der Besucher. Bei manchen Webmastern muss man förmlich betteln die Seite verlassen zu dürfen. Es gibt Seiten da ist der Webmaster richtig aufdringlich. Überall blinkt es, ständig poppt etwas auf, Werbung nervt auf mehreren Lagen (man will ja schließlich Geld sehen), die Informationen muss man sich irgendwo zwischen der Werbung und des Blink-Blink zusammenklabustern. Aber manche Webmaster haben mal gehört, dass Google und co. viele. viele Seiten mag, also mach ich viele viele Seiten, mit viel, viel Werbung druff, damit ich Geld verdiene…

Versuchen sie sich vorzustellen, wie sie selbst reagieren würden wenn sie woanders auf so eine Seite wie ihre stoßen würden. Versuchen sie sich vorzustellen, welchen Eindruck diese auf sie hinterlassen würde. Seien sie selbstkritisch. Aber kein Perfektionist. Perfektionisten sind die unglücklichsten Menschen. Sie treiben sogar sich selbst durch die „Hölle“. Und mit ihrem Umkreis gehen sie genauso um. Man fühlt sich unwohl in deren Nähe.

Aber leisten sie gute Arbeit. Wenn sie das als „Perfektionismus“ ansehen, wenn ihr Ziel es ist dass andere sich wohlfühlen, wenn sie sich bemühen ein angenehmer Gastgeber zu sein, werden sie dieses Ziel auch erreichen.

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