Hotel Arabella Azur in Hurghada

Das Hotel Arabella Azur (früher Iberotel Arabella Beach) ist ein Hotel der Azur-Gruppe welche aus zehn Hotels besteht. Es liegt direkt am Roten Meer, hat 296 klimatisierte Zimmer und ist geschmückt mit vielen grünen Anlagen. Es ist schon etwas älter, mit einigen Ecken und Kanten aber hat immer noch viel Charme. Zwei grosse Pools, mehrere Restaurants und Bars sowie ein grosses Angebot an Unterhaltung, Sport und Ausflugmöglichkeiten sorgen für einen angenehmen Aufenthalt.

Als Familie waren wir in der letzten Augustwoche und der ersten Septemberwoche 2010 im Hotel. Die einzelnen Aspekte wurden als eigene Unterseiten realisiert.



Das Personal

Das Personal dürfte wohl einer der Hauptgründe für die fast durgehend guten Bewertungen bei diversen Bewertungsportalen sein.

Es war durchgehend freundlich, zuvorkommend. Wobei es im Unterschied zu den Hotels hierzulande eine natürliche Freundlichkeit ist und nicht eine sterile, auf der Fachschule gelernte und geübte Freundlichkeit.

Diese Freundlichkeit – eigentlich Herzlichkeit – war zum Teil so innig, dass zwischen den Kellnern und den Gästen kleine Freundschaften entstanden. Wobei man Familien besonders schätzte.

Da sich bei den Kellnern größtenteils um Saisonarbeiter handelt, war auch zu beobachten, dass es so manch einem schwer fiel die Heimreise anzutretetn. Es fiel ihnen sichtlich schwer sich von den neugewonnenen Bekannschaften zu trennen.

Bewertung der Zimmer

Die Zimmer des Hotels sind guter Durchschnitt, mit einigen Mankos die zwar sofort auffallen, aber nach 3-4 Tagen keine Rolle mehr spielen, weil andere Faktoren dann doch bei Weitem überwiegen.

Sauberkeit wird im Hotel sehr gross geschrieben, dei Zimmer wurden täglich gewissehaft gereinigt. Das Niveau ist sehr hoch, auch wenn die Zimmer optisch etwas abgenutzt erscheinen.

Die Zimmer sind klimatisiert. Die Klimaanlage ist jedoch etwas laut, zum Teil störend in der Nacht, u.A. auch deswegen weil sei im Bettkopf verbaut ist. (genau bei den Ohren…..)

Bedingt die Wölbung an der Zimmerdecke (Kuppelförmig) und das Ausströmem der kalten Luft nach oben, spüren sie innerhalb von 2-3 Sekunden nach dem Einschalten einen kühlen Luftstrom am Körper. Bei mir hat dies eine Augenentzündung hervorgerufen, 2 Tage lang juckten und brannten die Augen – wie beim Autofahren mit halboffenem Fenster…..

Im Zimmer befand sich ein alter Röhrenfernseher der aber seinen Dienst anstandslos verrichtet hat . Man konnte auch einige wichtige deutschsprachige Sender empfangen.

Auch in der Spiegel-Tisch-Wand war ein kleiner Kühlschrank untergebracht, kein kleiner Kühlschrank im Sinne einer Mini-Bar in einem Hotel, sondern ein kleiner Kühlschrank im buchstäblichen Sinne wie man ihn auch in einem Haushaltswarenladen finden kann.

Der schaut zwar aus, als wenn ihn jemand unauffällig hinausgetragen hätte, weil er ihn loswerden wollte und ein anderer ihn unauffällig wieder hineingetragen hat weil er ihn brauchen kann (hat seine beste Zeit also schon lang hinter sich) aber kühlt wie eine eins…. Sie werden dieses kleine Ding sehr zu schätzen wissen………

Und – er dient tatsächlich als Minibar (für was denn sonst in einem Hotel)… Täglich wird er mit drei kleinen Flaschen (ca. 0.2 L ) Limonade aufgefüllt. (1x Cola, 1x Orangenlimo, 1x Zitronenlimonade – alles bekannte Weltmarken). Zusätzlich wird pro Person eine Flasche Quellwasser (1,5 L ) bereitgstellt. Die Qualität entspricht in etwa den bekannten Marken hierzulande.

So ein Wasser sollte man auch zum Zähneputzen nutzen da das Leitungswasser NICHT als Trinkwasser geignet ist und Durchfallerkrankungen verursachen kann. Tee oder Kaffee stellen keine Gefahr dar, da durch den Wasserkocher das Wasser abgekocht wird. Diese Getränke sind All-Inclusive (wenn sie all-inclusive gebucht haben)

Auch im All-Inclusive inbegriffen sind Kaffee (Nescafe, löslich) und Teebeutel im Zimmer. Das Verbrauchte wird täglich wieder aufgefüllt. Wasserkocher sind im Zimmer vorhanden.

Die Zimmer haben ein Telefon, die Preise sind jedoch sehr hoch. Ortsgespräche sind relativ billig, aber Gespräche ins Ausland ca. 3-4 Euro PRO MINUTE. (laut Liste im Hotel)

Dusche und WC sind etwas neuerer Natur, sehen gepflegt aus. Es ist Duschgel und Shampoo vorhanden (Weltstandard, bekannte Marke)sowie ein Fön. Sauberkeit nahm man hier genauso ernst, es waren absolut keine Mängel zu beklagen. Alles in Allem, die Qualität der Zimmer entspricht nicht den 4 1/2 Sternen mit denen man das Hotel in den Urlaubskatalogen bewirbt, aber ein sehr guter 3er kommt hin. Gerade wegen der Gewissenhaftigkeit. Die Schwächen des Hotels werden aber auf eine Andere Art und Weise aufgewogen.

 

Essen und Trinken

Das Essensangebot war reichlich und von guter Qualität. Wobei man natürlich berücksichtigen muss, dass alles einen leichten ägyptischen Touch hat.

Frühstück:
Im Angebot waren jeden Tag ca. 5 Brotsorten und ebenso viele Brötchensorten. Zusammen an der Brot- und Brötchentheke war auch reichlich süßes Gebäck.

Am eigentlichen Frühstücksbuffet gab es verscheidene Sorten Käse guter Qualität. Frischkäse, Streich und Hartkäse. Zwei Sorten haben es mir besonders angetan, vergleichbar mit Edamer/Gouda und Tilsiter. Wirklich guter Geschmack. Verschiedene Wurstsorten, und eine Sorte die besonders gut lief, eine Art Göttinger, bzw. Bierkugel, geschmacklich sehr gut. Oliven, Käse, Wurst, Honig mehrere Sorten, Marmelade mehrere Sorten sehr guter Qualität (Z.B. Feigen-Marmelade), Gebäck in grosser Auswahl, Corn Flakes, Müsli, sonstige Cerealien,

Rühreier, Spiegeleier, Omelette nach Wunsch, weiche und hartekochte Eier, Überbackene Tomaten, ja sogar eine eigene Pfannkuchentheke – das Angebot war wirklich riesig.

Umso erstaunlicher war eine Bewertung eines Hotelgastes in einem Bewertungportal, der genau in der selben Zeit anwesend war, in der er behauptet, das Früstücksangebot sei klein gewesen…..Soweit es sich um Industrieprodukte handelte, z.B. Cornflakes und co. waren es alles hochwertige Markenprodukte die man auch hier in Deutschland kaufen kann. Auch wenn es die Einrichtung nicht unbedingt andeuten läßt, die Qualität und Frische der Speisen hat 5-Sterne Niveau.

 

Mittagessen und Abendessen:
Das Angebot bestand regelmäßig aus Gratins, Gegrilltem Fleisch, bzw. gegrilltem Fisch, öfters Spaghetti (oft wegen der Kinder) und verschiedene Nudelgerichte. Suppen (abends) waren hervorragend.

Bei mir ist es öfters vorgekommen dass ich nichts für meinen Geschmack fand, desswegen sind wir öfters nach dem Abendessen ind ein anderes Hotelrestaurant ausgewichen (El Obba – italienisch). Meine Frau war jedoch durchgehend begeistert.

Auch hierbei nochmals erwähnt: Auch wenn man es der „Kücheneinrichtung“ nicht ansieht, die Qualität der Speisen war sehr hoch. Vergessen sollten sie jedoch nicht, dass sie in Ägypten sind, das eben alles einen leichten ägypischen Geschmack hat. Das heißt manches was sie bereits kennen schmeckt anders, aber eben nicht schlechter, sondern nur anders.

Genauso wie wenn in Deutschland ein deutscher Koch ein chinesisches Gericht zubereitet, er kann noch so gut sein, es schmeckt nicht unbedingt chinesisch, sondern eben deutsch mit chinesischer Optik…




Bewertung der Restaurants im Hotel

Das Arabella Azur Hotel hat mehrere Restaurants und Bars in denen abhängig von der Tageszeit Mahlzeiten und Getränke eingenommen werden können.

 

Grillrestaurant

Der Dreh- und Angelpunkt ist das „Grillrestaurant“ – so heißt es auch. Hier kommt man zum frühstücken, zum Mittagessen und zum Abendessen. Es hat einen Großen „Biergarten“ und natürlich einen Innenraum in dem auch das Frühstücksbuffet ist.

Die Speisen werden entweder frisch, direkt auf Wunsch zubereitet, vor den Gästen gegrillt oder in der Küche zubereitet (Gratins, Beilagen etc.).

Mittags ist hier viel los, aber es gibt keine Warteschlangen. Bei bestimmten, beliebten Gerichten sind manchmal 3-4 Personen vor einem gewesen, aber es ging ruck-zuck. Alos quasi keine Wartezeiten.

Abends wird dieser Außenbereich des Grillrestaurants zu einem Schmuckstück für das Auge. Während es tagsüber eher an einen Biergarten in einer deutschen Innenstadt erinnert, wirkt es abends geradezu vornehm. Jeden Abend Tischdecken in einer anderen Farbe, stilvoll gedeckt. Zusammen mit dem Meer (das Grillrestaurant ist direkt am Meer) erzeugt es eine angenehme Stimmung.

Die Kellner sind auf Zack – mit menschlichen Ecken – gerade das war so sympatisch, sowohl beim Abräumen als auch beim Bringen. Immer freundlich (fast) und zu Späßchen aufgelegt. (nun gut, einige unserer Zeitgenossen betrachten Menschlichkeit als eine Schwäche… alles muss steril, nach Vorschrift sein….)

El Obba

Als weiteres Restaurant – das „El Obba“, ist ein italienisches Restaurant und ist erst abends ab 19.00 geöffnet. Dafür bekommen sie bis 22.30 eine warme Pizza. (geöffnet hat es aber länger) Vom Essensangebot her, ist es wirklich ein typisches italienisches Restaurant. Nur an einen guten Italiener aus ihrer Umgebung sollten sie dabei nicht denken. Es schmeckt gut und frisch – aber – sie sind in Ägypten…. (lassen sie einen deutschen Fernsehkoch ägyptisch kochen – und versuchen sie es danach zu essen….)

 

El Khan

Als drittes „Restaurant“ im Hotel ist die „El Khan“ Bar. Abends eher ein angenehmer, gut besuchter irischer Pub, morgens bis sieben eine Frühstücksbar für Frühaufsteher (für diejenigen die sehr früh am Morgen eine Tour machen) Tagsüber eine Snackbar mit Kleinigkeiten zum Happa Happa. (belegte Brötchen und Gebäck) Ein Restaurant war wegen Renovierungsarbeiten komplett geschlossen.

Zu erwähnen wären noch zwei Möglichkeiten zu speisen: Die Strandbar, die sehr oft Grillgerichte haben und am Strand beim Baden mit angenehmen Düften locken und die Pizzatheke am zweiten Pool, an der sie sich mittelgrosse Pizzas nach belieben zusammenstellen lassen können.

Immer noch im Hotelgelände befindet sich noch eine Bar, ein Bierkeller, der auch wirklich so heißt:“Bierkeller“, und es ist ein nach deutschem Stil eingerichteter Beierkeller. Habe ich nciht in anspruch genommen. Wäre geradeso wie wenn sie in Deutschland ein feines chinesisches Restaurant besuchen und dan Wiener Schnitzel mit Pommes bestellen.

Das Bordiehn  Restaurant

Ausserhalb vom Hotel, aber im Vorhof zum Schwersterhotel Arabia Azur, in der Einkaufsstrasse befindet sich das „Bordiehn-Restaurant. Sehr zum Empfehlen, auch ausgefallene Gerichte wie Kamelfleisch können sie hier bestellen. Als All-Inclusive Gast des Hotels Arabella Azur haben sie einige Speisen zur Auswahl, die zum All inclusive Angebot zählen. Die Getränke müssen sie jedoch in diesem Restaurant komplett selbst bezahlen.

 

 

Badestrand

Badestrand im Sinne von Sandstrand und Wasser gibt es nicht. Es gibt einen künstlich angelegten (Sand)Liegestrand. Zum Baden steigt man eine Leiter die Mauer hinunter.  Die Badebucht ist also eher ein kleines Riff. Kleine und große Steine, zwischendurch eine ebene Fläche bilden den Boden. Badeschuhe sind beinahe Pflicht. Zum Teil geht es mehrere Meter tief.  Dafür ist es zum Schnorcheln ideal. Es ist wirklich ein besonderes Erlebnis beim Schnorcheln von kleinen Fischschwärmen begleitet zu werden, oder mit einzelnen Fischen auf „Augenhöhe“ zu sein.

 

Baden kann man auch in der Bucht vom Schwesterhotel Arabia Azur. Das Wasser ist nicht so tief, und es gibt auch einen echten Sandstrand. Liegeplätze darf hier zwar nicht belegen, aber gegen das Baden sagt keiner was.

Auf der anderen Seite des Hotels gibt es ein Hausriff welches für Schnorchler und waschechte Taucher geradezu ein Paradies ist. Auch kann man hier die echte Unterwasserwelt entdecken.

Die Klarheit des Wassers sowohl in der Badebucht als auch im „offenen“ Meer am Hausriff ist atemberaubend. Man mein geradezu, man ist vor einer riesengroßen Badewanne. Zwei-drei Meter Wassertiefe am Ufer, kristallklar bis zum Grund. Dass das Rote Meer das schönste Meer ist, merkt man hier nach wenigen Schritten.

Die Pools

Am Hotelgelände gibt es zwei Pools, jeweils mit Kinderbecken. Am Hauptpool gibt es eine ins Wasser eingelassene Poolbar so dass man an der Bar IM WASSER sitzen kann. Damit es überhaupt geht gibt es gemauerte „Barhocker“.

Der Pool ist umringt von Liegen und Sonnenschirmen. Zum Teil liegt man in den Arkaden, geschützt vor der Sonne. An diesem Pool spielt sich alles ab: Wasserball und Animation (Wassergymnastik), Dart, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene und auch sonstiges läuft hier ab.

Mittags von 12.00 bis 17.00 gibt es an diesem Pool Eiscreme. Es ist im All-Inclusive Angebot mit drin. Die Auswahl ist recht bescheiden, 2-3 Sorten Milchspeiseeis wahlweise mit Fruchgeschmack. An eine italienische Eisdiele darf man hier nicht denken, aber der Geschmack ist akzeptabel. An einem (sehr) heissen Tag sehr willkommen, vor Allem wenn es die einzige Möglichkeit ist. Gewarnt sei jedoch allgemein vor dem Verzehr von Speiseeis in Ägypten, gilt aber auch für Rohkost wie Salate auch.

Am zweiten Pool geht es etwas „ruhiger“ zu. Dafür gibt es hier eine Kaffeebar und Kaffeehaustische und Stühle. Eine sehr angenehme Athmospäre. Wenn nur diese brütende Hitze nicht wäre….. Auch eine Pizzabar ist hier. Man kann sich Pizzas nach belieben zusammenstellen lassen. Der Geschmack ist relativ gut, wobei man auch hier wiederrum nicht an eine italienische Pizzeria denken darf. Der Geschmack erinnert mich stark an Pizza Hut hierzulande.

Das Wasser ist in den beiden Pools sehr angenehm, auch die Wasserqualität war subjektiv empfunden gut. Liegen um die Pools herum waren immer ziemlich gut belegt, hat man aber rechtzeitig vorgesorgt findet man seinen Platz. Es wird zwar darauf hingewiesen dass man keine Plätze im voraus belegen soll – gilt übrigens für den Strand auch – aber es hält sich kein Mensch daran. Nicht einmal das Personal….

Unterhaltung und Animation

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Unterhaltungsmöglichkeiten im Hotel Arabella Azur sind vielfältig. In der Hotelanlage selbst gibt es einen Billardraum, 2 Internet-PCs, eine Tischtennisplatte, einen Beachvolleyballplatz, ein Theater mit Kinder und Abendprogramm, einen Fire-Corner mit Livemusik, einen Boccia-Platz, eine Dartscheibe.

Das Animationsteam gibt sein bestes, die Gäste zu Wassergymnastik zu bewegen, Darts- oder Wasserball zu spielen( täglich um 16.00).

Auch am Hotelgelände ist eine Tauchschule und ein Aqua Center bei welchem man an Bootsfahrten sowie an Schnorchelausflügen mitmachen kann. Ausrüstung bekommt man auch vor Ort. Sowohl vom Veranstalter leihweise als auch zum Kaufen.

Auch wird vom jeweiligen Reiseveranstalter einiges angeboten. Z.B. eine Wüstensafari, eine Quad-Safari, oder Ausflüge nach Hurghada, nach Luxor (Pyramiden), nach Kairo oder Schiffsfahrten und Delphinausflüge. Diese finden zum Teil mehrmals die Woche statt und müssen rechtzeitig bekanntgegeben werden. Eine Absage ist jedoch nur im Krankheits – bzw. Notfall möglich.

Diese Angebote sind zum Teil sehr teuer und müssen vorher schon in die Urlaubskasse eingeplant werden. Eine ganztägige Bootsfahrt incl. Essen unterwegs und evtl. Besichtigungen vor Ort kosten ca. 50.- Euro Pro Person. (Kinder weniger). Ein Ausflug zu den Pyramiden nach Luxor (2-3 Tage) kostet zwischen 300.- und 400.- Euro pro Person. (je nach Reiseveranstalter)

Insgesamt ist das Angebot reichhaltig. Wir selbst habe einiges selbst unternommen. Speziell Ausflüge nach Hurghada-Stadt und La Marina (Hafen von Hurghada) sind um einiges günstiger wenn man selbst mit dem Taxi fährt (1,50 Euro pro Fahrt) und in ca. 3-5 Minuten ist man dort.

Internet Wlan etc.

Internetzugang gibt es nur in dem Billardraum in Form von 2 PCs. Die Stunde kostet 5$, eine halbe Stunde 3$. Man muss sich ierbei an der Rezeption anmelden und sich einen Zugangsnamen und Passwort geben lassen. Rezeption deswegen weil man nicht sofort bezahlt sondern erst bei Abreise, beim Checkout. Es wird auf die Hotelrechnung gesetzt.

Nach dem Einloggen am PC läuft die Uhr und eben nach der abgelaufenen Zeit bricht der Computer ab. Einige Features sind abgeschaltet, bzw. sind gar nicht installiert, wie z.B. der Flash, so dass man keine Browsergames spielen kann.

Einen W-Lan Hot-Spot, einen Access-Point gibt es nicht. Zumindest konnte mein Palmtop mit W-Lan Karte nichts ausfindig machen.

Eine Alternative wäre ein USB-Stick mit SIM-Karte. Im Hotel sah ich einen GAst mit Notebook und Vodafone USB-Stick. Hierbei sollte man sich vorher über die Kosten genau informieren. Allgemein sollen die Kosten sehr hoch sein.

Mangels Bedarf an Internet im Urlaub habe ich mir auch keine weiteren Informationen diesbezüglich eingeholt.

Deutschkenntnisse

In einem fernen Land wie Ägypten ist die Verständigung einer der wichtigsten Punkte. Im Arabella Azur Hotel war deutsch kein Problem. Könnte aber insgesamt etwas besser sein. Das gilt aber nach Gesprächen mit anderen Hotelgästen die schon öfters in Hurghada waren auch für andere Hotels.

Die Stellvertretende Hotelleiterin ist eine Deutsche, ein Mitarbeiter an der Rezeption spricht fliessend deutsch. Die Kellner und die Zimmerjungen dagegen kaum. Mit Händen und Füssen, etwas deutsch etwas englisch kommt man aber zurecht. Vereinzelt trifft man auf Kellner die relativ gut deutsch sprechen.

Im Großen und Ganzen, man kommt letztendlich zum Ziel, könnte aber insgesamt besser sein. Zumal die Freundlichkeit und die Herzlichkeit sehr oft die Mängel überdecken, so dass es einem fast gar nicht auffällt. Im Gegentum, man ist vielleicht sogar erheitert, weil es manchmal zu lustigen „Mißverständnissen“ kommt. Manchmal geradezu unterhaltsam für beide Seiten.

Sprechen sie jedoch englisch, tun sie sich in Hurghada wesentlich leichter. Das sieht in zehn jahren vielleicht anders aus, weil hier sehr viele Deutsche zu finden sind.

Gaeste im Arabella Azur

Die Gäste kamen aus unterschiedlichen Ländern. Zur Zeit unserer Anwesenheit bildeten Deutsche den Kern. Der Rest bestand aus Holländern, Russen und vereinzelten englischsprachigen Gästen. Das Publikum war also durchwachsen. Es waren auch viele Familien darunter.

Beim Verhalten der Gäste gab es keine Ausreisser wie man im Fernsehen zwischendurch zu sehen bekommt. Probleme mit „Osteuropäern“ gab es überhaupt nicht. Auffälligkeiten jeglicher Art, die man von anderen Reiseberichten in diversen Hotelbewewertungs-Portalen kennt, hängen wohl mit der Reisesaison zusammen und den Schulferien der betreffenden Ländern.

Zeitweise hatte ich sogar den Eindruck, dass sich jeder auf seine Art bemühte zum guten Ablauf beizutragen und Verständnis für andere Gäste aufzubringen.

Das machte den Aufenthalt noch ein Stückchen mehr angenehmer. Auch war zu beobachten, dass Gäste gerne untereinader Kontakte knüpften und man sich gerne mit Anderen unterhielt.

Einkaufen im Hotel Arabella Azur

Einkaufen – oder auf Neudeutsch „Shoppen“ kann man wenn man aus dem Hotel herausgeht. Im Vorhof vom Hotell Arabella und Arabia (Schwesternhotels) befindet sich ein kleines Einkaufszentrum mit vielen kleinen Läden.

In diesen bekommen sei eigentlich alles was sie als Urlauber brauchen. Selbst die Bildzeitung bekommen sie am Kiosk. Zum Teil Ausgaben von mehreren Tagen. In diesem Einkaufszentrum „Ali Baba“, befindet sich auch ein vornehmes Restaurant, das „Bordiehn – Restaurant“. Es ist eine Empfehlung wert. Einige Gerichte dieses Restaurant zählen zu den All inclusive Angeboten des Hotels Arabella Azur. Getränke müssen jedoch IMMER bezahlt werden.

Gehen sie aus dem Hotelgelände komplett heraus, auf die Hauptstrasse von Hurghada, so finden sie noch weitere kleine Läden mit Angeboten für den täglichen Bedarf. Auch zwei Apotheken. Aber achten sie auf die Preise. Hier (in den Läden) neigt man die Toristen auszunehmen. Aber Lehrgeld haben scheinbar alle Touristen bezahlt….

Gewöhnen müssen sie sich auch an die Ladenbesitzer,die teilweise sehr aufdringlich sind und die ihnen kaum Luft zum atmen lassen. Ein freundliches „Shukran“, ein „Danke“ reicht fast immer um die Lage zu klären. Bleiben sie jedoch unbedingt entschlossen. Lassen sie sich auf einen zweiten Satz ein, haben sie wahrscheinlich schon verloren. Manche von ihnen betrachten scheinbar allein die Bereitschaft zu reden als eine Einwilligung zum Einkaufen.

Einer war sogar beleidigt warum ich mit meiner Familie nach Hurghada-Zentrum gehe um einzukaufen, wo doch er alles hat, was auch die Händler in Hurghada-Zentrum haben. Als ich ihm sagte dass ich in Hurghada auch spazieren gehen will, gerade deswegen komme ich ja als Tourist, reagierte er geradezu bissig.

Positiv zu bemerken ist, dass wirklich viele Ladenbesitzer ziemlich gut Deutsch können. Auch positiv – mit dem Euro kommen sie fast überall aus. Das heißt sie können fast überall mit Euro direkt bezahlen. Manche nehmen keine Münzen an (verständlich, werden sie diese ja kaum los).

Einige Läden habe sich auf „Europa“ eingestellt, und haben „Festpreise“. Das sind Preise wie wir sie als Europäer kennen. Du sieht im Laden einen Artikel, da ist ein Preisschild angebrachr und das ist der Preis.

In Ägypten ist jedoch ALLES eine Verhandlungssache, so das Preise wie wir sie kennen, etwas Besonderes sind und die Händler damit sogar Reklame machen: „Bei uns haben sie Festpreise“…

Geld bzw. Währung

In Ägypten ist die Landeswährung das ägypische Pfund. Der Kurs lag im September 2010 bei ca. 1:7,20
Wenn auch immer wieder betont wird, bei der Ankunft, von den Reiseleitern dass man nach Möglichkeit immer ägyptische Pfund haben sollte, bezahlen können sie eigentlich überall mit dem Euro direkt. Selbst Münzen, die man eigentlich schwer los wird, stellen vielerorts kein Problem dar, da Kellner, Ladenbesitzer usw. oft Touristen ansprechen ob sie nicht Münzen gegen Scheine tauschen.

Auch wir wurden immer wieder angesprochen. Da ich natürlich volles Verständnis dafür habe, habe ich natürlich öfters eingetauscht.

Geld wechseln können sie fast überall. Im Falle von Arabella Azur ist es so, das neben der Rezeption auch eine Hausbank zu finden ist. Selbst ein Geldautomat ist vorhanden.

Medizinische Versorgung

Das Hotel Arabella Azur hat eine eigene kleine Klinik. Bedenken sie jedoch, dass sie im Ernstfall alle Kosten vorstrecken müssen, die dann von ihrer Reiseversicherung erstattet wird. (sofern sie übernommen wird) Gute Informationen vor Reiseantritt tun sicher gut.

An der Hauptstrasse finden sie zwei Apotheken, und vorbei am Schwesterhotel Arabia Azur finden sie noch ein medizinisches Zentrum. Einige Gäste haben dieses aufgesucht, inwieweit man dazu berechtigt ist, kann ich keine Angaben machen.

Was sie sehr wahrscheinlich brauchen werden, sind Mittel gegen Durchfall und gegen Viren die die Durchfallerkrankung verursachen. Bei unserer Reise erwischte es nur meine Frau. Mein Sohn und ich hatten zwar leichtere Beschwerden aber die Durchfallerkrankung brach bei uns nicht aus.

Erkundigen sollten sie sich jedoch vorher und grüdlich, da auch Medikamente keinen Festpreis haben, sonder verhandlungssache sind. Dies hat zur Folge, dass Touristen oft eine unverschämten Preis für die benötigten Mittel zahlen, während sie nur ein paar Meter weiter das Gleiche für nur einen Bruchteil des Preise bekommen hätten. Nur, wissen muss man das. Woher wenn man keine Ahnung hat…?
Gäste die schon öfters hier waren, sind eine Goldgrube, was Informationen betrifft.

Kinderfreundlichkeit

Kinder sind in Ägypten sehr willkommen. Man merkt es an den Späßchen und Spielchen die man mit Kindern anstellt. Auch wird ein Kind welches angenehm auffällt, schon mal am Kopf gestreichelt oder man lobt es. (mag mag eben Kinder, so wie es eigentlich sein sollte)

Auch im Hotel merkt man deutlich dass man nicht in Deutschland ist. Hier sind Kinder wirklich willkommen.Ein Kommentar unseres Sohnes (8): „Papa, die freuen sich richtig dass ich da bin“… Das tut wirklich gut. Zumal ich gebürtig aus einem Land komme, (ist aber schon ein paar Jahrzehnte her) in dem Kinder genauso behandelt werden.

Am Hotelgelände gibt es einen Kinderspielplatz, der aber selten genutzt wurde. Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund warum auch unser Sprößling ihn nicht genutzt hat. Zum Einen: Die Hitze (40 Grad im Schatten) lädt nicht gerade zum Spielen ein, zum Anderen: Spazierengehen, im Pool baden oder im Meer schnorcheln und baden ist halt doch angenehmer und schöner.

 

 

 

Es gibt einen „Kids-Club“ wo man Stundeweise die Kinder unterbringen kann, die Betreffende Betreuerin geht am Strand umher und spricht alle Kinder an. Hier können sie Malen, basteln, spielen oder sonst was.

Da die Kinder meistens mit den Eltern waren, Mittags auch zum Teil geschlafen haben, war der Kids-Club oft unbenutzt.

Unser Kleiner ist einige male hingegangen, weil die Betreuerin ein Junge Deutsche war, mit der er sofort zurechtkam und die nach kurzen Unterhaltungen auch unser Vertrauen gewonnen hat. Man gibt halt nicht gerne sein Kind an fremde Leute in einem fremden Land weitab der Heimat ab.

 

Safe und Wertsachen

Im Zimmer selbst gibt es keine Möglichkeiten seine Wertsachen zu verstauen. Safes gibt es hinter der Rezeption, in einem extra Raum, die man sich reservieren kann. Uns hat es nichts gekostet.
Und schon steht man vor einem Dilemma:
Wohin mit dem Geld und den Papieren ?
Die Reisepässe im Safe hinter der Rezeption hinterlegen, Das Geld bei sich ?
Oder umgekehrt ? Oder beides im Safe ? Aber dann bei jeder Kleinigkeit raus aus dem Zimmer rüber zur Rezeption und das Zeug holen ?

Dafür ist es dann sicherer. Heimlich in ein einzelnes Zimmer eindringen, das Zeug klauen und abhauen ist eben leichter als an der Rezeption wo ständig mehrere Leute anwesend sind und man nicht unbemerkt den Raum betreten kann. Zumal der Raum baubedingt halboffen ist, man also nie unbeobachtet ist.  Es obliegt also jedem Einzelnen abzuwägen was er wie tut.

Beste Reisezeit nach Hurghada

Bedingt durch persönliche Umstände (Ferienzeit) und persönliche Planung waren wir eigentlich in der ungünstigsten Zeit in Hurghada. Genau in dieser Zeit, Juli und August, sind die größten Hitzen.

Bereits um 8.00 morgens hatten wir 35 Grad im Schatten. Es stieg zum Teil über 40….. Wohlgemerkt im Schatten….

Aber der Hitze zum Trotz: es wehte dauernd eine erfrischende Brise die die Hitze erträglich machte. Vor Allem unter dem Sonnenschirm, bzw. Sonnendach war es sehr angenehm.

Anfangs September spürt man beinahe von einem Tag auf dem Anderen einen Temperatursturz. Merklich weniger, vor allem Abends, aber immer noch so warm, dass man von „sehr heiss“ spricht und nicht vom „sehr warm“…

Ab Oktober ist es immer noch sehr warm, aber der Wind nimmt stark zu. Gemäß einem Arbeitskollegen von mir ist die beste Reisezeit nach Hurghada im Dezember. Immer noch warm genug um Baden zu können, aber keine „unerträgliche“ Hitze..

Trinkgeld geben im Arabella Azur

In Ägypten ist es Alltag für jede Gefälligkeit – Bakschisch – Trinkgeld zu geben.

Jetzt ist man vielleicht zum ersten Mal in Ägypten und hat keinen blassen Schimmer wann man wem wieviel gibt… Doch Ruhe bewahren…. Nach einigen Anläufen klappt es. Doch mit wieviel fängt man an ?

Wenn es sich um Situationen handelt wie z.B. die Koffer von der Rezeption zum Zimmer zu bringen (es ist ein riesen Gelände) so sind 2-3 ägyptische Pfund angebracht. Den Kellnern in den Restaurants oder sonstwo gibt man zwischendurch 2-3 Pfund.

Nach mehreren Tagen habe ich für mich einen guten Kompromiss gefunden, der mir nicht weh tut, aber den Leuten viel bringt. Dem Zimmerjungen habe ich pro Woche ca. 30-40 Pfund gegeben. Das wären 5-6 Euro (Pi mal Daumen) pro Woche. Nur zum Vergleich wieviel das da unten ist: Ein Kellner erzählte mir, dass er für die Heimreise von Hurghada nach Kairo – das sind mehrere hundert Kilometer – 18 Pfund (eine Richtung) bezahlt.

Pro Kellner und Woche gab ich 10 Pfund aus. Das ist relativ viel. Aber 1,50 Euro pro Person und Woche ist für unsere Verhältnisse wenig.  Insgesamt gab ich ca. 30.- Euro Trinkgelder für alle 14 Tage. Das ist keine Pflicht und kein Maßstab, aber ich habe es gerne getan, gerade deswegen weil sich die Leute aufrichtig bemüht haben, es uns Gästen immer recht zu machen. Das sah man, und das war es mir Wert. Wenn sie ihr Herz „weit machen“, bekommen sie es doppelt und dreifach zurück. Ehrlich und aufrichtig – man schätzt sie als Mensch und nicht als Geldgeber.

 

 

 

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