Wenn echte Männer pinkeln gehen




Wenn echte Männer aufs Klo pinkeln gehen, verspüren sie einen starken inneren Drang, beim Betreten der Toilette die Menschheit mit fröhlichen Melodien zu erfreuen. Selbstverständlich aus purer Nächstenliebe

Beim Eintreten in den Toilettenraum erfolgt zwecks Einstimmung ein sehr lauter und langer Pfiff, als Einleitung in die folgende musikalische Abendveranstaltung. Laut und deutlich. Quasi ein musikalischer Brunftschrei. Es folgt dann der Rest der Melodie, eine Anreihung von Melodiebausteinen, in Form von relativ kurzen klingenden Erscheinungen, wie: "pffff, pfiffifff, pfft, pfffrrrpft, fififfi, fiiiiiiiiiiiiiii, fiffft"

Dabei kommen ihre unheimlich hohe Vorstellungskraft und mentale Fähigkeiten zum Vorschein. In ihrer Vorstellung sind es natürlich keine undefinierbaren Laute, sondern weltbekannte Melodien wie: "Singin in the rain", "La Paloma", "Copa Cabana" oder "Beethovens Neunte"...

Dass es mit der Reproduktion der Melodien mit Pfeiftönen nicht so hinhaut, da muss der zwangsläufige Zuhörer etwas Verständnis mitbringen. Schließlich ist man ja zum Pinkeln aufs Klo gekommen, und nicht um Musik zu studieren.

Interessant ist aber festzustellen, dass es bei solchen natürlichen Vorkommen keine Klassenunterschiede zwischen den Männer zu geben scheint. Ingenieur, Meister, Capo oder Hilfsarbeiter, Pseudo-Schumachers, Akademiker, Intellektuelle Beim Pinkeln sind sie allen gleich. Jeder eine kleine Wildsau. Hier sind sie alle gleich.

Das mit der Gleichheit ändert sich natürlich sofort beim Verlassen der Örtlichkeit, ab der Tür sind wir wieder per Sie. Wir haben uns nie gesehen.

Trotzalledem, alle echten Männer verspüren das Bedürfnis die Menschheit mit Musik zu berieseln. Oder mit dem was eben rauskommt.