Die berühmt-berüchtigte männliche Entschlossenheit
Eine der ausgeprägtesten Eigenschaften der männlichen Erscheinung ist dessen
Enschlossenheit. Darin zeichnet sich echte Männlichkeit aus. Ein echter Kerl, ein echter Mann
weiss von Anfang an was er will. Wörter wie "ungefähr", "circa", "etwa" oder "vielleicht", "kann sein",
"eventuell", "vielleicht gar nicht", "könnte unter Umständen auch anders sein",
existieren bei waschechten Kerlen nicht. Bei diesen ist alles felsenfest, von Beginn an festgelegt.
Daran gibt es nix zu schrauben.
Fehlentscheidungen, Falscheinschätzungen gibt es einfach nicht bei
echten Männern. Die enormen Abweichungen von der Wirklichkeit ergeben sich
immer aus der falschen Schlussfolgerungen der Beobachter, weil sie ihre Feststellungen
nicht rechtzeitig der Situation angepasst haben. Denn, echte Männer haben immer ca. 100 verschiedene
Meinungen zu einem Thema, so dass sie rein technisch gar nicht falsch liegen können.
Eine von diesen ca. 100 Meinungen trifft immer zu, eine greift immer.
Betrachten wir nun diese Entschlossenheit an einem praktischen Beispiel.
Nehmen wir als Beispiel die Situation in der ein echter Kerl, ein Mannesmann,
entscheiden muss was er studieren soll.
Hier entfallen bereits beim Beginn jegliche Entscheidungsprobleme, da so ein Mann,
(so ein richtich männlicher Mann....) bereits vor Studiumbeginn ganz genau weiß,
was er werden will. Das stand bereits bei der Geburt fest. Nein, sogar noch vorher.
Pragdisch genedisch. Oder Mama und Papa, natürlich auch echte Kerle, legten es fest.
(bereits in der frühen Kindheit ihres Sprößlings, so mit 25 und so).
Es stand also schon vorher fest, der Sohnemann wird etwas wichtiges , irgendein Schbessial-Dogder.
Da man ja seine Fähigkeiten sehr genau kennt, weiß man schon vor Beginn,
das man das Zeug für einen Atomphysiker hat. Nebenbei läßt man ein Studium
als Mathematiker und Diplompsychologe laufen, weil man sonst unterfordert ist.
Es steht also von vornherein fest, so ein echter Kerl kann gar nicht anders, als
irgendein hohes Tier zu werden. Bei soviel Begabung und der Prädestination
ist der Weg praktisch vorgegeben.
Wenn nur die rauhe Wirklichkeit, die harte Realität nicht da wäre, die solchen
Göttern in Späh ständig ins Handwerk pfuscht. Eigentlich eine Frechheit von der Frau Wirklichkeit.
Die könnte sich durchaus mal an diese Männer etwas anpassen. Schließlich wissen es diese
wesentlich besser als Frau Wirklichkeit, worauf es im Leben ankommt.
Leider ist es derzeit Realität, dass die Wirklichkeit das Sagen hat.
Setzen wir also unsere Geschichte fort.
Das Studium ist gekommen, und nach einer gewissen Zeit kommt der Ernst des Lebens.
So nach 1 bis 2 Tagen stellt man z.B. fest, dass man lernen muss. Was denn ?
Man weiss doch schon alles. Gibts da noch mehr ? Man ist doch nicht zum Lernen
auf der Unität, sondern um das Diplom abzuholen !!!
Mit der Zeit, so etwa nach 2-3 Tagen stellt man weiter fest, dass man bisher eigentlich
keine Ahnung von nix gehabt hat. So erfährt man z.B. dass sich die Erde dreht,
und zwar um die Sonne und nicht um dem Kopf nach einer durchsoffener Nacht.
Doch die neuentdeckten Wissenslücken von maximal 100% sind nicht soo das Problem.
Und Lernen tut heutzutage sowieso keiner mehr. Für was gibts das Internet und die Maus.
Man tippt doch nur kurz etwas in die Internet-Suchmaschinen ein, und schon kommt
eine fertige Diplomarbeit heraus. Und wenn selbst das nicht hilft, da kann man doch zu
altbewährten Hausmitteln greifen: Bescheißen, Betrügen, Schummeln, Bestechen, Schmieren,
Rückenkratzen, um nur einige der vielen Möglichkeiten zu nennen.
Das Lernen ist also nicht sooo das Problem.
Das eigentliche Problem während des Studiums ist der dröhnende Kopf, die Lichtempfindlichkeit,
und der chronische Schlafmangel, die sich trotz täglichem Training in Nachtbars,
Diskotheken und finsteren Kneipen nicht kurieren lassen.
Am härtesten ist der Tag danach, also die Zeit nach dem Training. So eine durchzechte
Nacht schlaucht ganz schön, und trotz intensiven Übens, ist man jedesmal schon
nach 25 Bier und 30 Schnäpsen betrunken.
Dann noch die härten des Alltags, z.B. schon um Mittag aufstehen.
Die größte Frechheit ist jedoch, dass die Vorlesungen schon früh am Morgen stattfinden.
Kein Mensch ist da schon daheim. Bestenfalls auf dem Weg dazu. Und außerdem ist
der Alkoholspiegel zu der Zeit gerademal auf 2,4 Promille abgefallen. In dem Zustand
kann doch kein Mensch an einer Vorlesung anwesend sein, wo er doch noch abwesend ist.
Man sollte dagegen unbedingt etwas unternehmen. Am Besten gleich.
Jaa, die Studienjahre sind keine Herrenjahre. Manchmal muss man halt eben die Zähne zusammenbeissen.
(soweit man es fertigbringt, mit 3 Promille....)
Diese Qualen, täglich die nächsten 7-15 Jahre durchzuhalten, das erfordert echte Manneskraft
und echtes Durchhaltevermögen, was bei echten Kerlen, bei echtem
Männern ohnehin naturbedingt der Fall ist. Zweifel ?
Dann stellt man irgendwann fest, dass es noch mehr tiefe Dinge im Leben gibt.
Z.B. dass das Büffeln auf der Uni ohnehin wertlos ist. Denn was will man
mit einem Atomphysik-Diplom, wenn man im Grabe liegt ?
Man kann aus diesem Leben doch nichts mitnehmen. Also was soll das Ganze ?
Ist doch eh alles für die Katz' ..... Also doch lieber dem wahrem, dem echten Leben zuwenden.
Plötzlich entdeckt man noch tiefere, vieel wichtigere Dinge im Leben..
Z.B man lebt nur einmal. Dann entdeckt man, dass es nicht nur 40% Schnaps gibt,
sondern auch 80% Rum. Da kommt Freude auf.....(Lebensfreude natürlich).
Mit so einem kleinem Fläschen 80% Rum auf Ex heruntergekippt, schafft man es locker
einige Tage zu überbrücken und nichts mitzukriegen.
Dann sieht man ein, dass Atomphysik doch nix ist, und der Professor hat
auch gemeint, mit einem weggesoffenem Gehirn wird das nix mit der Physik
und man sollte lieber die Finger davon lassen. Dem folgt man natürlich gerne
weil, man hat ja schon von Anfang an gewußt, so ein Hochschulstudium ist nix
fürs Leben, und man hat schon vorher gewußt:"Naa, Physik ist nix.."
Also versucht man es mit etwas Anderem. Mal mit Kunst, mal
Geschichte oder Medizin oder Biologie. Zur Not kann man auch Jura studieren,
denn man hat ja schon immer ganz genau gewußt, was man werden will,
und man ist von Beginn an Zielstrebig vorgegangen. Ein echter Kerl weiß eben
ganz genau was er will, wie er das erreicht und wie er Hindernisse aus dem Weg räumt.
Jaa, so ein Mann weiss das...
Von der Zeit hergesehen, und von der Anzahl verschiedener Studienrichtungen
könnte man es locker auf 12-15 Berufe bringen. Wenn die langen (äh, kurzen) Nächte
nicht wären....
Und das Lernen. Das liegt eben nicht jedem. Muss man doch tatsächlich lesen und denken...
So ergibt sich, daß ein ganz normaler Studiengänger schon bereits nach ca. 15 Jahren
ganz genau weiss, was er studieren will: Betriebswirtschaft.
Betriebswirtschaft ist zwar nicht das Gelbe vom Ei, aber des Pudels Kern.
Als Betriebswirt kann man, wenn alle Stricke reissen, immer noch Manager eines
ganz großen Konzerns werden. Oder sonstwo. Halt da wo der Rubel rollt.
Und, da man sich jahrelang in dunklen Kneipen und Wirtschaften
die Nächte um die Ohren gehauen hat, bringt man quasi jahrelange praktische Erfahrung mit,
als Betriebswirt. Schließlich hat man mehr als oft in Wirtschaften für Betrieb und Profit gesorgt. Wenn auch für den Kneipenwirt....
Außerdem kann man als Manager seine alten Gepflogenheiten weiterpflegen.
Kneipen, Alkohol, nächtliche Exzesse usw. Nur dass einem jetzt als Manager
wesentlich mehr Geld zur Verfügung steht... .
Aber ohne Entschlossenheit, Durchsetzungsvermögen, eisernen Willen
sind Ziele im Leben nicht zu erreichen. Man muss sich von Anfang an im Klaren sein
was man im Leben erreichen will. Weder nach links noch nach rechts abweichen.
Sonst wird das nix.
Nix für Weicheier, Memmen, Sterbliche und solche die nicht göttlichen Ursprungs sind...
Das muss man schon was von daheim mitbringen, wie es so schön heißt.